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Eröffnung der EKD-Fastenaktion im TV

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"Du bist schön! 7 Wochen ohne Runtermachen": das Motto der EKD-Fastenaktion 2015 ist für viele sicher eine Herausforderung - eine, der man sich unbedingt stellen sollte!

Bild: (c) Hansisches Druck- und Verlagshaus GmbH / Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik

Mit einem Gottesdienst in der Leipziger Michaeliskirche ist am vergangenen Sonntag, 22. Februar, die diesjährige EKD-Fastenaktion eröffnet worden. Susanne Breit-Keßler hielt die Predigt und rief dazu auf, Menschen nicht nach ihrem Äußerlichen zu beurteilen.

Die EKD-Fastenaktion 2015 steht unter dem Leitwort "Du bist schön! Sieben Wochen ohne Runtermachen" und soll dazu ermutigen, das "Unverwechselbare zu entdecken und wertzuschätzen". Bis Ostern sind die Teilnehmer der jährlichen Fastenaktion "7 Wochen Ohne" eingeladen, die Routine des Alltags zu unterbrechen und neue Perspektiven auszuprobieren.

Die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler rieft in ihrer Predigt dazu auf, Menschen nicht nach ihrem Äußerlichen zu beurteilen. "Schönheit ist im Wortsinn Ansichtssache", sagte sie in dem vom ZDF übertragenen Gottesdienst. Jeder trage "Falten, Narben, Wunden auf Köper und Seele" und bleibe doch Gottes Ebenbild. "Die Beziehung zu ihm macht es möglich, sich selbst und andere wirklich schön zu finden und nicht runterzumachen", sagte sie. "Wir sind nach seinem Bild geschaffen, sind sein Abbild - schön und begabt, nicht vollkommen, aber besonders."

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Damit ergebe sich aber auch eine Verpflichtung, sagte Breit-Keßler: "Wir sollten Gott, der uns geschaffen hat, nicht lästern." Das bedeute, andere nicht runterzumachen, sondern ihre Schönheit sehen. Wir sollten darauf verzichten, "uns und andere madig zu machen, mit mieser Stimmung unser Leben zu verplempern", sagte sie: "Stattdessen können wir aus Gottes genialem Werk tiefgehende Lebensfreude schöpfen und die Kraft, das zu ändern, was wirklich geändert werden muss."

Die Fastenkampagne "7 Wochen Ohne" findet seit 1983 statt. Sie will mit wechselnden Themen dazu anregen, die Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusst zu erleben und zu gestalten. Daran beteiligen sich nach Angaben der Organisatoren inzwischen knapp drei Millionen Menschen. Traditionell greifen viele Kirchengemeinden vor Ort das aktuelle Thema von "7 Wochen Ohne" auf und gründen Fastengruppen. Ein Kalender und Fastenbriefe bieten Anregungen für eine intensive Beschäftigung mit dem jährlich wechselnden Motto.



19.02.2015 / ELKB / Poep