Ostern

Hin zum Menschen - weg vom Konsum

Mensch auf einem Steg, der ins Meer ragt

Blick über den Tellerrand: Ostern bedeutet, seinen Blick zu weiten.

Bild: iStockPhoto / profeta

Gemeinsam mit Pfingsten ist das Osterfest das älteste Fest der Christen, im Kirchenjahr stellt es seit dem 4. Jahrhundert ein Hochfest dar.

Dennoch hat Ostern seine Wurzeln im jüdischen Pessachfest, das auch den historischen Rahmen der letzten Tage Jesu darstellt. Dieser Bezug wird in der traditionellen Osterliturgie etwa durch die Lesung des Exodustextes verdeutlicht.

In theologischer Hinsicht stellt die Anbindung an das Pessachfestes aber auch eine Erneuerung des göttlichen Heilsversprechens dar: Ebenso wie Gott sein Volk Israel aus der Knechtschaft befreit hat, wendet er sich nun jedem Menschen zu.

Bis ins vierte Jahrhundert war die Osternacht im Übrigen der einzige Tauftermin im Kirchenjahr. An die Taufe in einem Wasserbad schloss sich eine Salbung an, nach der die Getauften mit Kerzen zur Kirche gingen, wo sie den Segen des Priesters bekamen. Das Kerzenlicht hat seine besondere Rolle bis heute erhalten: Die Ostergottesdienste in den frühen Morgenstunden sind zunächst nur von Kerzen erhellt und werden dann von der aufgehenden Sonne erleuchtet.


15.07.2014 / Kerygma