Karfreitag

Größer als der Tod

Höhle mit einer Treppe aus Ausgang

Die göttliche Kraft ist größer als der Tod - die Botschaft von Karfreitag.

Bild: iStockPhoto / firebrandphotography

Karfreitag ist der letzte Feiertag der Karwoche, der sogenannten stillen Woche vor Ostern die mit Karsamstag endet.

Sie beginnt nach Palmsonntag und schließt Gründonnerstag ein. Liturgisch steht diese Woche unter dem Zeichen der Trauer und des stillen Abschieds. Das zeigt sich auch an der Wortbedeutung: Das Wort ,Kar‘ stammt vom mittelhochdeutschen Wort für ,Klage‘ ab, der Gründonnerstag verdankt seinen Namen dem ,Greinen‘.

Zentrale Feste des christlichen Glaubens

Der Altar vieler Kirchen ist am Karfreitag leergeräumt, Glocken und Orgel schweigen, in einigen katholischen Gemeinden wird zur Todesstunde um 15 Uhr sogar die Zeit der Kirchturmuhren angehalten. Karfreitag und Ostern können als die zentralen Feste des christlichen Glaubens angesehen werden, weil sich in ihnen eine göttliche Kraft zeigt, die größer als der Tod ist. Mit der Osternacht endet auch die 40-tägige Fastenzeit, die Christen beider Kirchen weltweit begehen. Während früher vor allem auf Fleisch und Alkohol verzichtet wurde, nutzen heute viele Menschen die Fastenzeit dazu, ihre Konsum-Gewohnheiten kritisch zu hinterfragen und finden im Verzicht zu einer neuen Offenheit für spirituelle Fragen.


15.07.2014 / Kerygma