Pfingsten

Pfingsten - was ist das?

Windrad

Bunte Vielfalt und Bewegung - für all' das steht Pfingsten.

Bild: iStockPhoto / esemelwe

Wunder lassen manchmal auf sich warten. Als sich die Jünger zum jüdischen Schawuotfest trafen, lag Ostern bereits 50 Tage zurück.

Die Gewissheit, dass Jesus nicht gestorben sondern auferstanden war trugen die Jünger im Herzen, wie es weitergehen würde wussten sie jedoch nicht.

Als gläubige Juden feierten die Jünger Jesu das „Fest der Erstlingsfrüchte“ (Schawuot) und gedachten damit Gottes Offenbarung am Berg Sinai: Gott gibt seinem auserwählten Volk die 10 Gebote und schließt mit ihm einen Bund. Das Pfingstwunder hat damit eine tiefere Symbolik: Gottes Bund wird erneuert und auf alle Völker dieser Welt ausgeweitet. Auch wenn die Jünger plötzlich in verschiedenen Sprachen sprechen, sind sie durch eine größere Einheit verbunden: Den heiligen Geist.

Festgottesdienst spricht Menschen auf unterschiedlichen Ebenen an

Das Pfingstfest feiert die christliche Kirche etwa seit dem dritten Jahrhundert und bis heute Am 50. Tag nach Ostern. Seit dem 6. Jahrhundert symbolisierte man den heiligen Geist mit der Taube und ließ die Tiere sogar während der Gottesdienstfeier frei. In Deutschland verbanden sich Bräuche wie das Pfingstfeuer oder der mit Zweigen und Blumen geschmückte „Pfingstochse“ mit dem Festtag. Die Sprache des Pfingstfestes ist also vielfältig.

Auch im Festgottesdienst, wie wir ihn heute in der evangelischen Kirche feiern, werden die Menschen auf unterschiedlichen Ebenen angesprochen: Die festliche Liturgie und Kirchenmusik ergeben ein besonderes Erlebnis, die Predigt spricht die Seele an und das Abendmahl macht eine körperliche Erfahrung möglich.


16.04.2014 / Kerygma